Playa, Roraima y Cueva del Guácharo
Ich musste das Strandparadies von Chichiviriche leider bald wieder verlassen, da ich Majlin am Flughafen von Caracas abholen wollte. Nun hatte ich viel Glueck, da ich bei einer Freundin uebernachten konnte, die ich in Mérida kennengelernt habe. Einen Tag lang besichtigte ich das alte Zentrum von Caracas, das mir eigentlich sehr gefiel. Das Problem ist einfach, dass die Stadt so gross und unueberblickbar ist... das gefaellt mir nicht so. Und am Abend kann man auch nicht einfach um die Ecke in eine Bar sitzen, sondern bewegt sich eben nur mit dem Taxi und nur an die Orte an denen die reichen Leute verkehren, da nur diese sicher sind.
Also eben, ich holte Maijlin am Flughafen ab, was weiter kein Problem war. Wir uebernachteten noch einmal in Caracas, bevor wir dann mit dem Bus direkt in Richtung Osten der Kueste entlang nach Puerto La Cruz und Santa Fe fuhren. Santa Fe ist ein sehr kleiner Ort am Meer mit vielen Posadas fuer Backpacker direkt an der Kueste. Sehr billig, schoen mit gelbem Strand und wunderbarem Sonnenuntergang. Wir machten eine kleine Bootstour auf eine schoene Insel mit vielen Iguanas und weiteren schoenen Straenden. Leider ging uns das Geld und es war und in Santa Fe nicht moeglich viel Geld zu wechseln. Also nahmen wir den naechsten Bus nach Playa Colorada, gleich in der Naehe, um ein paar Tage bei einer Schweizerin herumzuhaengen, die fuer uns zum Glueck Traveler Cheques wechseln gehen konnte.
Nun dann haben wir uns entschieden unserer Reise mal eine andere Richtung zu geben und sind via Puerto La Cruz, Ciudad Bolívar, Ciudad Guayana in einem Tag und einer Nacht nach Santa Elena de Uairén gefahren. Das ist ein kleines Kaff ganz im Suedosten Venezuelas an der Grenze zu Brasilien. Sehr ruhig und beschaulich. Doch so ruhig war die Busfahrt leider nicht!! Wir wurden in den naechtlichen 10 Stunden von Ciudad Guyana nach Santa Elena ganze 4 mal von Militaerkontrollen geweckt! Und die wollten nicht etwa nur unsere Paess sehen oder so... nein... alle mussten wir aussteigen, unser Gepaeck aus dem Bus nehmen und uns anstellen, um alles auszupacken. Das ganze war witzig, wenn mans selber nicht erleben haette muessen: Die Soldaten waren im Grunde zu faul, um sich alles genau anzuschauen und doch wollten sie, dass man alles auspackte, damit man's nachher wieder einpacken konnte - conjo hey das ging echt zu weit. Aber wenn eine horde 18 jaehriger Soldaten mit grossen Gewehren um einen rum stehen, macht man jeden Spass mit ;-( naja - die letzte Kontrolle war dann noch etwas gruendlicher und weil der eine Obermotz dort etwas in meinem Pass vermisste, was es gar nicht zu vermissen gab wollte der Trottel sogar noch Geld von mir. Naja denkste, hab ihm dann vorgeschwindelt, dass ich keins habe und habe darauf beharrt, dass die andern alles in Ordnung fanden. Nun ja, auch fuer dieses Geschaeft sind die Venezolaner zu faul, so dass er mich dann doch springen liess - uff.
Also gut, wir sind dann doch noch in Santa Elena angekommen und haben uns dann mal umgeschaut nach der 6-Tages-Wandertour auf den mysterioesen Roraima. Das ist der hoechste Tafelberg in der Gran Sabana, in der uebrigens auch Jourassic Park gedreht wurde. Die Gran Sabana ist eine Trockensavanne mit Huegeln und ab unz zu einem Sumpfgebiet und Regenwaeldern an der Haengen der hoeheren Bergen und Tafelbergen. Das sind grosse Karstfelsen, die senkrecht aus einem Huegel herausragen und eine flache, zerklueftete Platte besitzen.
Eben auf den groesseten dieser Tafelbergen sollte es dann gehen. Natuerlich nicht ohne Vorbereittung, wie sichs fuer 2 brave Schweizer gehoert *hihi*. Und so haben wir 2 Eintagestouren in der Umgebung von Santa Elena gemacht. Sehr interessant war die Begegnung mit einigen Indigenas in einem Dorf in der Naehe. Sehr nette Leute die uns soglich auf den naechsten Huegel begleiteten und uns den letzen Haeuptling des Roraima-Gebietes vorstellten. Ein paar Woerter in ihrer Sprache (Taurepang) lernten wir auch gleich.
Also Roraima: Wir buchten eine der guenstigeren Touren, wo man einen Guide und einen Traeger fuer Essen und Kochutensilien hat. Am ersten Tag beganns relativ locker. In 4 Stunden gings etwas hoch und in Richtung Roraima. Uebernacht haben wir dann neben einem Haus einer Indio-Familie und genossen die vielen Sternen und die schoene Ruhe. Am zweiten Tag ueberquerten wir dann 2 Fluesse, die wegen des Regens zwar eher hoch waren, aber irgendwie schafften wir das schon. Ja es regnete immer wieder mal, doch der Rest des zweiten Tages war wunderschoen und seh heiss - am Nachmittag wir erreichten das Basecamp am Fuss des Felses. Schien irgendwie unmoeglich da hoch zu kommen. Doch am naechsten Tag fuerte uns unser Guide Roger, ein Indio aus der Umgebung, steil hinauf, doch Wasserfaelle, Regen, Matsch, ueber Felsen und alles auf diesen speziellen Berg - wow sowas hab ich noch nie gesehen. Ein schwarzer Karstfelsen mit einer ganz speziellen Flora und Fauna. Die meisten Pflanzen und Tiere gibts nur da oben. Alle sind sie eher klein und gedrungen. Ein kleiner, schwarzer Frosch, der nur kriecht und nicht huepft, ein paar Vogel- und Insektensorten. Die Gesteinsformationen waren noch spannender, beinahe unbeschreiblich. Sollte euch dann unbedingt Fotos zeigen, einfach sonderbar und speziell.... Wir verbrachten dann noch einen ganzen sonnigen Tag auf dem Gipfel, erforschten die Umgebung und klommen auf den hoechsten Punkt, der auf etwa 2800 Meter ist. Die Naechte waren kalt und der Boden in den Zelten hart, und der Berg liess einem beinahe nicht schlafen... wir gingen zwar jeweils schon sehr frueh ins Bett, aber schliefen nur sehr wenig.... Anschliessend gings dann leider bei stroehmendem Regen wieder runter, wieder dur die diesmal noch staerkeren Wasserfaelle und durch die noch hoeheren Fluesse. Doch wieder meisterte unser Top-Guide alles praechtig :-) Oh, das war erster absoluter Hoehepunkt unserer Reise :-)
Inzwischen haben wir Santa Elena schon wieder in einem tiefgekuehlten Nachtbus mit diversen Kontrollstops verlassen (diesmal nur Paesse zeigen). Wir reisten nach Ciudad Guayana, besser gesagt nach Puerto Ordaz, das eine relativ reiche Industriestadt ist und uns eigtentlich gar nicht gefiel. Doch da wir wiedermal Geld auftreiben mussten, was uns immer schwerer faellt, mussten wir dort doch ein Weilchen bleiben.... hmmm.... Geld ist hier so ne Sache. Da der Devisenkurs von der tollen Regierung eingefroren wurde, floriert der Schwarzmarkt mit Dollar und Euro. Doch da wir fast keine Dollar mehr haben, muessen wir jeweils versuchen Traveller Checks zu verkaufen, was gar nicht leicht ist, da diese von den Banken hier nicht akzeptiert werden und auch auf dem Schwarzmarkt schwierig zu verkaufen sind. Naja man kann natuerlich mit ein Wenig Zeit aus einem Automaten einfach mit Visa oder Maestro (EC-Direkt) Geld rauslassen, wo man aber leider den schlechten ofiziellen Kurs hat. Naja, Geld ist hier so ne Sache....
Gut Ciudad Guyana haben wir hinter uns gelassen und haben jetzt auf dem Weg zurueck an die Kueste in Caripe Halt gemacht. Caripe liegt in einer troipischen Huegellandschaft, hat angenehmes Klima und viele Orangen- und Kaffee-Plantagen. Hier findet man die mit etwa 10 Kilometer Laege groesste Hoehle Venezuelas: La Cueva del Guácharo. Die ersten 1200 Meter kann man mit einer witzigen Fuehrung anschauen. Neben vielen Stalagtiten und Stalagmiten sieht und hoehrt man vorallem die Guácharos (oder Oelvoegel). Das sind Voegel die in der absoluten Dunkelheit der Hoehle leben und sehr unheimliche Laute von sich geben. Sie werden bis zu 60 cm gross und haben Spannweiten bis zu 100 cm! Sie kommen nur in der Nacht aus der Hoehle, um Fruechte zu essen... sehr speziell!!
Oh jetzt hab ich wahnsinnig viel geschrieben. Aber das musste alles mal nachgeholt werden. Ich hoffe, euch nicht gelangweilt zu haben. Wobei der gelangweilte wohl gar nicht bis hier gekommen ist *hihi* Naja jedenfalls hoffe ich, dass es euch auch gut geht. Der Sommer in der Schweiz scheint ja nicht gerade der Hammer zu sein. Doch ihr macht sicher das beste draus :-) Ich schicke euch noch ein Bisschen Sonne und Waerme *bzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz*
Also eben, ich holte Maijlin am Flughafen ab, was weiter kein Problem war. Wir uebernachteten noch einmal in Caracas, bevor wir dann mit dem Bus direkt in Richtung Osten der Kueste entlang nach Puerto La Cruz und Santa Fe fuhren. Santa Fe ist ein sehr kleiner Ort am Meer mit vielen Posadas fuer Backpacker direkt an der Kueste. Sehr billig, schoen mit gelbem Strand und wunderbarem Sonnenuntergang. Wir machten eine kleine Bootstour auf eine schoene Insel mit vielen Iguanas und weiteren schoenen Straenden. Leider ging uns das Geld und es war und in Santa Fe nicht moeglich viel Geld zu wechseln. Also nahmen wir den naechsten Bus nach Playa Colorada, gleich in der Naehe, um ein paar Tage bei einer Schweizerin herumzuhaengen, die fuer uns zum Glueck Traveler Cheques wechseln gehen konnte.
Nun dann haben wir uns entschieden unserer Reise mal eine andere Richtung zu geben und sind via Puerto La Cruz, Ciudad Bolívar, Ciudad Guayana in einem Tag und einer Nacht nach Santa Elena de Uairén gefahren. Das ist ein kleines Kaff ganz im Suedosten Venezuelas an der Grenze zu Brasilien. Sehr ruhig und beschaulich. Doch so ruhig war die Busfahrt leider nicht!! Wir wurden in den naechtlichen 10 Stunden von Ciudad Guyana nach Santa Elena ganze 4 mal von Militaerkontrollen geweckt! Und die wollten nicht etwa nur unsere Paess sehen oder so... nein... alle mussten wir aussteigen, unser Gepaeck aus dem Bus nehmen und uns anstellen, um alles auszupacken. Das ganze war witzig, wenn mans selber nicht erleben haette muessen: Die Soldaten waren im Grunde zu faul, um sich alles genau anzuschauen und doch wollten sie, dass man alles auspackte, damit man's nachher wieder einpacken konnte - conjo hey das ging echt zu weit. Aber wenn eine horde 18 jaehriger Soldaten mit grossen Gewehren um einen rum stehen, macht man jeden Spass mit ;-( naja - die letzte Kontrolle war dann noch etwas gruendlicher und weil der eine Obermotz dort etwas in meinem Pass vermisste, was es gar nicht zu vermissen gab wollte der Trottel sogar noch Geld von mir. Naja denkste, hab ihm dann vorgeschwindelt, dass ich keins habe und habe darauf beharrt, dass die andern alles in Ordnung fanden. Nun ja, auch fuer dieses Geschaeft sind die Venezolaner zu faul, so dass er mich dann doch springen liess - uff.
Also gut, wir sind dann doch noch in Santa Elena angekommen und haben uns dann mal umgeschaut nach der 6-Tages-Wandertour auf den mysterioesen Roraima. Das ist der hoechste Tafelberg in der Gran Sabana, in der uebrigens auch Jourassic Park gedreht wurde. Die Gran Sabana ist eine Trockensavanne mit Huegeln und ab unz zu einem Sumpfgebiet und Regenwaeldern an der Haengen der hoeheren Bergen und Tafelbergen. Das sind grosse Karstfelsen, die senkrecht aus einem Huegel herausragen und eine flache, zerklueftete Platte besitzen.
Eben auf den groesseten dieser Tafelbergen sollte es dann gehen. Natuerlich nicht ohne Vorbereittung, wie sichs fuer 2 brave Schweizer gehoert *hihi*. Und so haben wir 2 Eintagestouren in der Umgebung von Santa Elena gemacht. Sehr interessant war die Begegnung mit einigen Indigenas in einem Dorf in der Naehe. Sehr nette Leute die uns soglich auf den naechsten Huegel begleiteten und uns den letzen Haeuptling des Roraima-Gebietes vorstellten. Ein paar Woerter in ihrer Sprache (Taurepang) lernten wir auch gleich.
Also Roraima: Wir buchten eine der guenstigeren Touren, wo man einen Guide und einen Traeger fuer Essen und Kochutensilien hat. Am ersten Tag beganns relativ locker. In 4 Stunden gings etwas hoch und in Richtung Roraima. Uebernacht haben wir dann neben einem Haus einer Indio-Familie und genossen die vielen Sternen und die schoene Ruhe. Am zweiten Tag ueberquerten wir dann 2 Fluesse, die wegen des Regens zwar eher hoch waren, aber irgendwie schafften wir das schon. Ja es regnete immer wieder mal, doch der Rest des zweiten Tages war wunderschoen und seh heiss - am Nachmittag wir erreichten das Basecamp am Fuss des Felses. Schien irgendwie unmoeglich da hoch zu kommen. Doch am naechsten Tag fuerte uns unser Guide Roger, ein Indio aus der Umgebung, steil hinauf, doch Wasserfaelle, Regen, Matsch, ueber Felsen und alles auf diesen speziellen Berg - wow sowas hab ich noch nie gesehen. Ein schwarzer Karstfelsen mit einer ganz speziellen Flora und Fauna. Die meisten Pflanzen und Tiere gibts nur da oben. Alle sind sie eher klein und gedrungen. Ein kleiner, schwarzer Frosch, der nur kriecht und nicht huepft, ein paar Vogel- und Insektensorten. Die Gesteinsformationen waren noch spannender, beinahe unbeschreiblich. Sollte euch dann unbedingt Fotos zeigen, einfach sonderbar und speziell.... Wir verbrachten dann noch einen ganzen sonnigen Tag auf dem Gipfel, erforschten die Umgebung und klommen auf den hoechsten Punkt, der auf etwa 2800 Meter ist. Die Naechte waren kalt und der Boden in den Zelten hart, und der Berg liess einem beinahe nicht schlafen... wir gingen zwar jeweils schon sehr frueh ins Bett, aber schliefen nur sehr wenig.... Anschliessend gings dann leider bei stroehmendem Regen wieder runter, wieder dur die diesmal noch staerkeren Wasserfaelle und durch die noch hoeheren Fluesse. Doch wieder meisterte unser Top-Guide alles praechtig :-) Oh, das war erster absoluter Hoehepunkt unserer Reise :-)
Inzwischen haben wir Santa Elena schon wieder in einem tiefgekuehlten Nachtbus mit diversen Kontrollstops verlassen (diesmal nur Paesse zeigen). Wir reisten nach Ciudad Guayana, besser gesagt nach Puerto Ordaz, das eine relativ reiche Industriestadt ist und uns eigtentlich gar nicht gefiel. Doch da wir wiedermal Geld auftreiben mussten, was uns immer schwerer faellt, mussten wir dort doch ein Weilchen bleiben.... hmmm.... Geld ist hier so ne Sache. Da der Devisenkurs von der tollen Regierung eingefroren wurde, floriert der Schwarzmarkt mit Dollar und Euro. Doch da wir fast keine Dollar mehr haben, muessen wir jeweils versuchen Traveller Checks zu verkaufen, was gar nicht leicht ist, da diese von den Banken hier nicht akzeptiert werden und auch auf dem Schwarzmarkt schwierig zu verkaufen sind. Naja man kann natuerlich mit ein Wenig Zeit aus einem Automaten einfach mit Visa oder Maestro (EC-Direkt) Geld rauslassen, wo man aber leider den schlechten ofiziellen Kurs hat. Naja, Geld ist hier so ne Sache....
Gut Ciudad Guyana haben wir hinter uns gelassen und haben jetzt auf dem Weg zurueck an die Kueste in Caripe Halt gemacht. Caripe liegt in einer troipischen Huegellandschaft, hat angenehmes Klima und viele Orangen- und Kaffee-Plantagen. Hier findet man die mit etwa 10 Kilometer Laege groesste Hoehle Venezuelas: La Cueva del Guácharo. Die ersten 1200 Meter kann man mit einer witzigen Fuehrung anschauen. Neben vielen Stalagtiten und Stalagmiten sieht und hoehrt man vorallem die Guácharos (oder Oelvoegel). Das sind Voegel die in der absoluten Dunkelheit der Hoehle leben und sehr unheimliche Laute von sich geben. Sie werden bis zu 60 cm gross und haben Spannweiten bis zu 100 cm! Sie kommen nur in der Nacht aus der Hoehle, um Fruechte zu essen... sehr speziell!!
Oh jetzt hab ich wahnsinnig viel geschrieben. Aber das musste alles mal nachgeholt werden. Ich hoffe, euch nicht gelangweilt zu haben. Wobei der gelangweilte wohl gar nicht bis hier gekommen ist *hihi* Naja jedenfalls hoffe ich, dass es euch auch gut geht. Der Sommer in der Schweiz scheint ja nicht gerade der Hammer zu sein. Doch ihr macht sicher das beste draus :-) Ich schicke euch noch ein Bisschen Sonne und Waerme *bzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz*