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Playa, Roraima y Cueva del Guácharo

Ich musste das Strandparadies von Chichiviriche leider bald wieder verlassen, da ich Majlin am Flughafen von Caracas abholen wollte. Nun hatte ich viel Glueck, da ich bei einer Freundin uebernachten konnte, die ich in Mérida kennengelernt habe. Einen Tag lang besichtigte ich das alte Zentrum von Caracas, das mir eigentlich sehr gefiel. Das Problem ist einfach, dass die Stadt so gross und unueberblickbar ist... das gefaellt mir nicht so. Und am Abend kann man auch nicht einfach um die Ecke in eine Bar sitzen, sondern bewegt sich eben nur mit dem Taxi und nur an die Orte an denen die reichen Leute verkehren, da nur diese sicher sind.
Also eben, ich holte Maijlin am Flughafen ab, was weiter kein Problem war. Wir uebernachteten noch einmal in Caracas, bevor wir dann mit dem Bus direkt in Richtung Osten der Kueste entlang nach Puerto La Cruz und Santa Fe fuhren. Santa Fe ist ein sehr kleiner Ort am Meer mit vielen Posadas fuer Backpacker direkt an der Kueste. Sehr billig, schoen mit gelbem Strand und wunderbarem Sonnenuntergang. Wir machten eine kleine Bootstour auf eine schoene Insel mit vielen Iguanas und weiteren schoenen Straenden. Leider ging uns das Geld und es war und in Santa Fe nicht moeglich viel Geld zu wechseln. Also nahmen wir den naechsten Bus nach Playa Colorada, gleich in der Naehe, um ein paar Tage bei einer Schweizerin herumzuhaengen, die fuer uns zum Glueck Traveler Cheques wechseln gehen konnte.
Nun dann haben wir uns entschieden unserer Reise mal eine andere Richtung zu geben und sind via Puerto La Cruz, Ciudad Bolívar, Ciudad Guayana in einem Tag und einer Nacht nach Santa Elena de Uairén gefahren. Das ist ein kleines Kaff ganz im Suedosten Venezuelas an der Grenze zu Brasilien. Sehr ruhig und beschaulich. Doch so ruhig war die Busfahrt leider nicht!! Wir wurden in den naechtlichen 10 Stunden von Ciudad Guyana nach Santa Elena ganze 4 mal von Militaerkontrollen geweckt! Und die wollten nicht etwa nur unsere Paess sehen oder so... nein... alle mussten wir aussteigen, unser Gepaeck aus dem Bus nehmen und uns anstellen, um alles auszupacken. Das ganze war witzig, wenn mans selber nicht erleben haette muessen: Die Soldaten waren im Grunde zu faul, um sich alles genau anzuschauen und doch wollten sie, dass man alles auspackte, damit man's nachher wieder einpacken konnte - conjo hey das ging echt zu weit. Aber wenn eine horde 18 jaehriger Soldaten mit grossen Gewehren um einen rum stehen, macht man jeden Spass mit ;-( naja - die letzte Kontrolle war dann noch etwas gruendlicher und weil der eine Obermotz dort etwas in meinem Pass vermisste, was es gar nicht zu vermissen gab wollte der Trottel sogar noch Geld von mir. Naja denkste, hab ihm dann vorgeschwindelt, dass ich keins habe und habe darauf beharrt, dass die andern alles in Ordnung fanden. Nun ja, auch fuer dieses Geschaeft sind die Venezolaner zu faul, so dass er mich dann doch springen liess - uff.
Also gut, wir sind dann doch noch in Santa Elena angekommen und haben uns dann mal umgeschaut nach der 6-Tages-Wandertour auf den mysterioesen Roraima. Das ist der hoechste Tafelberg in der Gran Sabana, in der uebrigens auch Jourassic Park gedreht wurde. Die Gran Sabana ist eine Trockensavanne mit Huegeln und ab unz zu einem Sumpfgebiet und Regenwaeldern an der Haengen der hoeheren Bergen und Tafelbergen. Das sind grosse Karstfelsen, die senkrecht aus einem Huegel herausragen und eine flache, zerklueftete Platte besitzen.
Eben auf den groesseten dieser Tafelbergen sollte es dann gehen. Natuerlich nicht ohne Vorbereittung, wie sichs fuer 2 brave Schweizer gehoert *hihi*. Und so haben wir 2 Eintagestouren in der Umgebung von Santa Elena gemacht. Sehr interessant war die Begegnung mit einigen Indigenas in einem Dorf in der Naehe. Sehr nette Leute die uns soglich auf den naechsten Huegel begleiteten und uns den letzen Haeuptling des Roraima-Gebietes vorstellten. Ein paar Woerter in ihrer Sprache (Taurepang) lernten wir auch gleich.
Also Roraima: Wir buchten eine der guenstigeren Touren, wo man einen Guide und einen Traeger fuer Essen und Kochutensilien hat. Am ersten Tag beganns relativ locker. In 4 Stunden gings etwas hoch und in Richtung Roraima. Uebernacht haben wir dann neben einem Haus einer Indio-Familie und genossen die vielen Sternen und die schoene Ruhe. Am zweiten Tag ueberquerten wir dann 2 Fluesse, die wegen des Regens zwar eher hoch waren, aber irgendwie schafften wir das schon. Ja es regnete immer wieder mal, doch der Rest des zweiten Tages war wunderschoen und seh heiss - am Nachmittag wir erreichten das Basecamp am Fuss des Felses. Schien irgendwie unmoeglich da hoch zu kommen. Doch am naechsten Tag fuerte uns unser Guide Roger, ein Indio aus der Umgebung, steil hinauf, doch Wasserfaelle, Regen, Matsch, ueber Felsen und alles auf diesen speziellen Berg - wow sowas hab ich noch nie gesehen. Ein schwarzer Karstfelsen mit einer ganz speziellen Flora und Fauna. Die meisten Pflanzen und Tiere gibts nur da oben. Alle sind sie eher klein und gedrungen. Ein kleiner, schwarzer Frosch, der nur kriecht und nicht huepft, ein paar Vogel- und Insektensorten. Die Gesteinsformationen waren noch spannender, beinahe unbeschreiblich. Sollte euch dann unbedingt Fotos zeigen, einfach sonderbar und speziell.... Wir verbrachten dann noch einen ganzen sonnigen Tag auf dem Gipfel, erforschten die Umgebung und klommen auf den hoechsten Punkt, der auf etwa 2800 Meter ist. Die Naechte waren kalt und der Boden in den Zelten hart, und der Berg liess einem beinahe nicht schlafen... wir gingen zwar jeweils schon sehr frueh ins Bett, aber schliefen nur sehr wenig.... Anschliessend gings dann leider bei stroehmendem Regen wieder runter, wieder dur die diesmal noch staerkeren Wasserfaelle und durch die noch hoeheren Fluesse. Doch wieder meisterte unser Top-Guide alles praechtig :-) Oh, das war erster absoluter Hoehepunkt unserer Reise :-)
Inzwischen haben wir Santa Elena schon wieder in einem tiefgekuehlten Nachtbus mit diversen Kontrollstops verlassen (diesmal nur Paesse zeigen). Wir reisten nach Ciudad Guayana, besser gesagt nach Puerto Ordaz, das eine relativ reiche Industriestadt ist und uns eigtentlich gar nicht gefiel. Doch da wir wiedermal Geld auftreiben mussten, was uns immer schwerer faellt, mussten wir dort doch ein Weilchen bleiben.... hmmm.... Geld ist hier so ne Sache. Da der Devisenkurs von der tollen Regierung eingefroren wurde, floriert der Schwarzmarkt mit Dollar und Euro. Doch da wir fast keine Dollar mehr haben, muessen wir jeweils versuchen Traveller Checks zu verkaufen, was gar nicht leicht ist, da diese von den Banken hier nicht akzeptiert werden und auch auf dem Schwarzmarkt schwierig zu verkaufen sind. Naja man kann natuerlich mit ein Wenig Zeit aus einem Automaten einfach mit Visa oder Maestro (EC-Direkt) Geld rauslassen, wo man aber leider den schlechten ofiziellen Kurs hat. Naja, Geld ist hier so ne Sache....
Gut Ciudad Guyana haben wir hinter uns gelassen und haben jetzt auf dem Weg zurueck an die Kueste in Caripe Halt gemacht. Caripe liegt in einer troipischen Huegellandschaft, hat angenehmes Klima und viele Orangen- und Kaffee-Plantagen. Hier findet man die mit etwa 10 Kilometer Laege groesste Hoehle Venezuelas: La Cueva del Guácharo. Die ersten 1200 Meter kann man mit einer witzigen Fuehrung anschauen. Neben vielen Stalagtiten und Stalagmiten sieht und hoehrt man vorallem die Guácharos (oder Oelvoegel). Das sind Voegel die in der absoluten Dunkelheit der Hoehle leben und sehr unheimliche Laute von sich geben. Sie werden bis zu 60 cm gross und haben Spannweiten bis zu 100 cm! Sie kommen nur in der Nacht aus der Hoehle, um Fruechte zu essen... sehr speziell!!
Oh jetzt hab ich wahnsinnig viel geschrieben. Aber das musste alles mal nachgeholt werden. Ich hoffe, euch nicht gelangweilt zu haben. Wobei der gelangweilte wohl gar nicht bis hier gekommen ist *hihi* Naja jedenfalls hoffe ich, dass es euch auch gut geht. Der Sommer in der Schweiz scheint ja nicht gerade der Hammer zu sein. Doch ihr macht sicher das beste draus :-) Ich schicke euch noch ein Bisschen Sonne und Waerme *bzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz*
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First Month in Venezuela

Time runs and I am travelling already for a month now in Venezuela. To begin with, I spent 3 1/2 weeks in Mérida which is a nice little town in the Venezuelan Andes. It's a rather save and clean place compared to other cities in Venezuela. It is situated between mountains of up to 4700 meters height! There I learnt some Spanish and spent a lot of time in the mountains and rainforests :-) Spanisch is rather easy after having learnt French and Latin for such a long time, and it also has lots of words which are the same as in English.
The last week, I spent a wonderful time at the Caribbean coast (Península de Paranágua, Chichiviriche). White beaches, palm trees, mangroves, turquoise water, sun, wind, seafood, national parks, dunes, desert-like hinterland, ... Today I arrived here in Caracas, where I will pick up a friend of mine on Saturday. Afterwards we will travel together for the next 3 months :-)
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von den Anden direkt in die Karibik

¿Qué tal? Mir gehts wunderbar, bin gerade im absoluten Karibikparadies!!!
 
Aber wie bin ich nun schon wieder hier her gekommen? Die heisse Sonne hat mein Hirn zum Glueck noch nicht ganz verschmort und drum kann ich euch das grad noch kurz zum Besten geben... Also am Mittwoch letzter Woche hab ich meine letzte Spanischlektion genossen und dann sind wir nach einem Ruhetag am Freitag von Mérida abgereist. Marc und ich konnten zum Glueck mit Markus (Posada-Vater) herunter an die Kueste fahren. Das heisst, wir sind zuerst nach Valencia gefahren, wo Markus einen Leute kennt, bei denen wir dann sehr guenstig speisen, uebernachten, und nochmals speisen ;-) konnten. Wunderbar gestaerkt und verzaubert vom exotischen Garten des Hausherrn (ein Deutscher Ausland-Installateur im Ruhestand mit 1001 Geschichten auf Lager) sind wir dann am naechsten Abend nach Chichivirichi an die Kueste gefahren. Dort gibst gleich einen wunderbaren Karibischen Nationalpark nebenan (dazu nachher mehr). Dort liessen wir uns in einer Posada einer Freundin von Markus (Posada Alemania von Monika) nieder. Dies aber nur fuer eine Nacht, bevor wir weiter in Richtung Nord-Westen der Kueste entlang nach Coro und auf die Península de Paranágua nach Adícora fuhren.....
 
Oh, wie heiss und schoen's da war, praktisch ausgestorben, da nicht gerade Hochsaison herrscht, also tranquilomaessig nichts tun und am Strand sitzen, Bier trinken, Musik geniessen, quatschen und so weiter - ooooo - aber dann kam's noch schoener: gestern sind wir dann wieder zurueck nach Chichivirichi gefahren und heute haben wir einen traumhaften, wunderbaren, superruhigen Tag auf der Insel Sombrero im Parque Nacional Morrocoy verbracht.... Sonne, Wind, Wasser (tuerkisblau natuerlich), Sand, Mangroven, Palmen, Haengematte, Schnorcheln, Lesen, .... wow. Jetzt gehen wir dann was feines aus dem Meer essen und trinken noch ein paar Bierchen mit den offenherzigen Venezolanern in die Nacht hineinen, die hier eigentlich gar nicht abkuehlen will.... tja so gehts einem halt in der Karibik :-)
 
Ja und dann gehts morgen (leider) schon wieder weiter nach Caracas, wo ich dann am Samstag Majlin abholen werde. Freue mich schon auch auf Caracas, aber s'faellt mir schwer, diesen wunderbaren Ort schon wieder hinter mir zu lassen. Aber da wir ja nachher sicher wiedermal ans Meer kommen, werd ich's ueberleben :-)
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Los Nevados

Ich bin immernoch in Mérida und es geht mir wunderbar!! Nehme seit 2 Wochen Privatunterricht in Spanisch (1 Woche 2 Stunden und 1 Woche 3 Stunden) bei einer supertollen Lehrerin. Wir haben sehr viel Spass zusammen und ich mache gute Fortschritte :-) Gewisse unter euch werden lachen, wenn sie Folgendes lesen: ich hab mich noch nie so gefreut, dass ich mich damals im Gymnasium 6.5 Jahre mit Latein abgemueht hab ;-) Das hilft mir hier doch sehr...
 
Inzwischen kann ich mich schon sehr gut mit den Leuten hier unterhalten und wir haben auch schon einige tolle Begegnungen gehabt. (Warum "wir"? Bin relativ haeufig mit Marc und Adrian unterwegs, 2 Schweizer, die ich hier in Mérida schon ganz am Anfang kennengelernt habe.) Man kommt hier sehr schnell mit den Leuten ins Gespraech, was mir sehr gefaellt. Viele interessieren sich dafuer, woher man kommt und warum man Spanisch lernt und was einem gefaellt in Venezuela, ob die Maedchen schoener sind als in der Schweiz, ob wir auch Armut, Kriminalitaet, Gewalt und Oel haben... und und und... es ist sehr spannend mit den verschiedensten Leuten zu sprechen. Wir hatten hier in der Posada, wo Marc und ich immernoch und inzwischen zu einem sehr guenstigen Preis wohnen, eine Horde venezolanischer Studenten aus einer anderen Stadt. Sie nahmen an einem Ingenieur-Kongress hier in Mérida teil und genossen ausgiebig mit uns die Parties am Abend. War sehr witzig und interessant. Wir uebten uns fleissig in Spanisch und im Rum-trinken ;-) Lustigerweise scheine ich den Alkohol hier wahnsinnig gut zu vertragen... Jedenfalls bin ich dann doch immer noch brav zur Schule gegangen *hihi*
 
Hollaendisch hab ich dann auch noch ein Wenig geuebt: letztes Wochenende hab ich einen Ausflug in die Berge gemacht. Hier kann man einfach mal so einen Bus in der Stadt nehmen, der einem in einer Stunde auf fast 3000 Meter Hoehe zum Nationalpark bringt. Dort hab ich dann auf dem Weg weiter nach oben eine Belgierin kennengelernt (auf ueber 3000 Meter gibt's Belgierinnen, die wohl sonst auch nicht viel weiter oben leben als die flachlaendischen Hollaender hihi). Wisst ihr uebrigens, was Flaemisch auf Spanisch heisst: FLAMENCO! Kaum zu glauben! Die Bergen sind hier ganz anders als bei uns - viel weniger felsig als bei uns: Es hat viel mehr Buesche, Pflanzen allgemein, und dort wo's Felsen hat, sind diese von Moosen und anderem Gruen bewachsen, so dass man sie gar nicht sieht - wunderbar :-) s'ist natuerlich auch einiges waermer, so dass es keinen ewigen Schnee hat, jedenfalls nicht auf 4800 Metern, wie sich dieses Wochenende zeigte...
 
Bin mit Marc und Adrian nochmals in den Bergen gewesen. Nach einer tollen 4-stuendigen Fahrt mit dem Jeep ueber Stock und Stein, durch Matsch und Wasser, vom Jungle hoch in die buschige Berglandschaft kamen wir auf 2700 Meter in ein Dorf Namens Los Nevados, das voellig abgeschieden in den Bergen, vom Tourismus und ein wenig Ackerbau lebend, vor sich her traeumt.... einfach wunderbar :-) und diese Ruhe da oben!! Ausser man hoert grad das regionale Radio, das in diesem Kaff mit einer Strasse, einer Plaza Bolívar und einer Kirche produziert wird ;-) kaum zu glauben: da stehen doch die Joropo (die lokale Volksmusik) Bands Schlange vor dem Eingang, um auch noch live spielen zu duerfen... nd die Kinder vom Dorf stehen an einem Fenster Schlange und ihre Gruesse and die Freunde, Schwestern und andern Verwandten in den verstreuten Haeusern im Tal und auf den Bergen zu Gruessen :-) echt unglaublich - ¡lo máximo!
 
Am naechsten Tag, also heute, haben wir dann einen Mulero mit 3 Mulis angeheuert, der uns dann in einem hoellisch lustigen und fuer unsere Hintern hoellisch schmerzhaften, vierstuendigen Ritt ueber einen 4200 Meter hohen Pass zur zweitletzten Station des Seilbahnsystems von Mérida. Dieses Fuehrt von Mérida (auf 1500 Meter) ueber 4 Zwischenstationen bisauf den Pico Espejo (4800 Meter) und ist das laengste und hoechste Seilbahnsystem der Welt! Wir sind dann nicht ganz hoch gefahren, weil wir da oben eh nichts gesehen haetten, da leider alles im Nebel war und wir dann doch lieber etwas Geld sparen wollten. Aber zwischendurch hat man hoch gesehen und es hatte wie gesagt keinen Schnee!! Krass, wenn man sich vorstellt, dass es bei uns schon auf 3000 das ganze Jah schnee hat.
 
Oh jetzt hab ich ja schon wieder einen ganzen Roman verfasst. Nun ja, meine Plaene sind wie folgt: ich werd mal noch ein paar Tage Unterricht nehmen und dann schau ich mal, dass ich in Bewegung komme. Muss ja dann schon bald in Caracas sein, um Majlin abzuholen... und ich wollte eigentlich noch an den Strand, wobei ich gestern eigentich fuer den Moment wieder genug Sonne eingefangen habe ;-) Naja, mal schauen. Vielleicht kann ich mit dem Typen von der Posada an die Kueste fahren. Das waer sehr angenehm, da die Nachtbusse nicht so toll sind, hab ich gehoert...
 
Ah, ich wollte eigentlich noch was zur Musik und Partykultur erzaehlen: Einen besseren Ort, was die Musik angeht, kann ich mir im Moment nicht vorstellen!!! :-)  Der Joropo ist herzige schrumm schrumm gitarrenmusik mit ein wenig perkussion und haefig Geige. Dazu wunderbar abgefahrene Volkslieder gesungen mit moeglichst schraeger Stimme :-) toll. Ja und das laeuft in vielen Geschaeften und Cafés!! Oder dann laeft Reggae, Ska oder fast noch haefiger Reggaeton, was sowas aehnliches wie Ragga ist. Einfach supi :-) Die Parties in den 2 laessigen Lokalen gehen voll ab und die Leute tanzen hier so gerne und gut, was mir sehr gefaellt :-) Ach ja und dann gibst natuerlich auch noch den Salsa. Ich haette vielleicht vorher einen Salsa Kurs besuchen sollten, denn dann haett ich wohl bei den Chicas noch mehr Chancen als ich als ueberdurchschnittlich grosser, weisser mit viel Geld eh schon hab... tja so ists halt hier. Doch da es eine relativ touristische Studentenstadt ist, haelt sich das alles noch sehr in Grenzen...
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Osterprozession und Nebelwaelder

Ooh ist es schoen und spannend hier :-) geniesse grad noch die entspannte Stimmung in meinem Schweizer Guesthouse. Ist zwar eher ein wenig Luxus (auch vom Preis her :-( ) aber in der "Semana Santa" ist es schwierig was anderes zu finden. Wir schauen morgen wegen einer Gastfamilie und dann wirds billiger. Dann werd ich mich auch ganz aufs Spanischlernen konzentrieren. Morgen beginne ich mit Privatstunden.
 
Inzwischen hab ich mich hier ein wenig umgesehen. Habe 2 Deutsche und 2 Oesterreichische Señoritas kennengelernt, die in Caracas arbeiten. Mit denen hab ich einen Ausflug in die Berge gemacht. Wow, ein sehr malerisches Andendoerfchen mit einer schoenen Plaza Bolívar mit Palmen und kleinen Restaurants auf etwa 2500 Metern. Wunderbar!! Und die Berge sind soo gruen - unglaublich, Felsen gibts da gar keine, ueberall Buesche, Wiesen, Palmen und und und herrlich. Und viele spielende Kinder, herumsitzende Leute und so... In der Kirche liefen die Vorbereitungen fuers grosse Fest auf Hochtouren.
 
Ja und dann hab ich noch 2 Schweizer Chicos kennengelernt, die auch hier Spanisch lernen moechten. Auch grad angekommen und koennen auch noch nicht mehr als ¿Hola, qué tal? und ¿Dónde esta la zapateria? *hihi* Mit denen hab ichs sauglatt :-)
 
Am Freitag haben wir eine Osterprozession miterlebt - krass - der Jesus kommt da ueber alle 12 Stationen mit dem Kreuz die Strasse runter, voran die Roemer und hintendrein die Juenger und Maria und so. Aber es wurde noch viel besser. Vor der Kirche angekommen, haben sie den Jesus an ein Kreuz gebunden untermalt mit einem Sound der mich schauern liess: Jesus stoent ins Mikro und man hoert Hammerschlaege auf Naegel!! Krass! Ueberhaupt die ganze (sehr laute) musikalische Untermalung ist faehrt voll ein... Naja und dann haengt er blutueberstroemt da da mit 2 andern und es wird gebetet und alles... und Jesus stoehnt weiter... am Schluss stirbt er natuerlich, wird noch erstochen, Judas haengt sich auf und Jesus wird zu Grabe getragen! Hat noch gefehlt, dass er gleich wieder auferstanden ist!! ;-) Ihr muesst euch aber dazu noch vorstellen, dass um die ganze mit Leuten vollgestopften Plaza herum Suessigkeiten und Popkorn verkaufet wurden. Richtige Chilbistimmung. Echt unglaublich!
 
Gestern waren wir mit den Chicas und den Chicos in der Naehe in einem Nationalpark. Oh die Nebelwaelder waren sooo schoen und gruen und feucht und nicht mal heiss. Eigentlich eher kuehl, sehr angenehm. Nicht so wie in Malaysia, wo man nach 1-2 Stunden beinahe tod umfaellt. Die hoehe von etwa 2-3000 Metern machts wohl aus. Wir sind da hoch gewandert zu einem kleinen Wasserfall und dann wieder runter. Unten waren all die Venezolaner, die sich nicht so viel zu Fuss bewegen, am grillieren.
 
Das Wetter ist zwar nicht immer so toll :-( Es regnet jeden Tag mal, halt tropisch, aber richtig kalt wirds nicht mal in der Hoehe :-) Heiss ists auch nicht, sondern einfach immer so 20 bis 25 Grad - T-shirt-Wetter eben - auch in der Nacht *
 
Wenn ihr euch fragt, warum ich so haeufig am schreiben bin, dann geb ich euch die Antwort gleich: Bin da ja eben in einer Posada eines Schweizers. Der hat natuerlich Breitbandinternet und das koennen wir immer benutzen :-) also texte ich euch voll, wenn ich grad keine Lust mehr auf meine Spanischwoertli habe ;-) Spanisch lernen in der Haengematte empfiehlt sich uebrigens sehr.... entschuldigung @:-)
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Endlich angekommen und schon ausgeschlafen

So, inzwischen bin ich in Mérida. Ein spannender Flug mit einer lottrigen Propellermaschine, zusammen mit einem Hollaender, einer Horde Venezolanischer Frauen, noch mehr Kinder und 2 Geschaeftmaenner hat mich gestern Abend von Caracas nach El Vigia gebracht. Dort wurde ich zum Glueck von einem Taxifahrer abgeholt, der vom Besitzer der Posada (ein Guesthouse) geschickt wurde. Eine tolle naechtliche fahrt durch tropisches Hochland mit Regen und komplett anderen Geruechen brachte mich in ca einer Studen dann endlich ans Ziel - uff geschaft. Anschliessend hab ich wunderbar geschlafen!! Und da ich so spaet am Abend amkam, bin ich eigentlich komplett um den Jet-Lag herumgekommen :-) jeeee, so hat doch alles seine positiven Seiten!!
 
Nun, nach einer schoenen Dusche und einem wunderbaren Fruehstuck, werd ich mal die Stadt etwas auskundschaften. Die Sonne scheint, es ist nicht allzu heiss (ist ja auf 1500 Meter), genau richtig fuer einen Nordlaender wie mich, der sich in die Tropen wagt. In Caracas war's da schon einiges waermer und feuchter.
 
Diese Woche werd ich wohl noch in dieser Posada Casa Alemana-Suiza wohnen (nicht gerade das billigste aber angenehm so als Start). Nachher wird mir der Markus (Besitzer der Posada) eine Gastfamilie organisieren, wo ich dann sicher noch 1-2 Wochen bleiben werde. Ausser mir gefaellts hier ueberhaupt nicht. Doch das wirds wahrscheinlich eh :-)
 
Eine Spanischlehrerin wird mir auch organisiert. Die lerne ich hoffentlich heute noch kennen und dann werd ich mich mal so ganz intensiv damit auseinandersetzen bzw. in die Bars setzen *jeee*
 
Vielen Dank uebrigens fuer die Antworten die ihr schon geschrieben habt. Hat mich sehr gefreut. Die meisten haben nach meiner wissenschaftlichen Zukunft gefragt. Nun ja, ich werd die Schweiz wohl definitiv fuer 3 Jahre verlassen! Ich habe dem Angebot aus Portsmouth zugesagt. Das heisst, dass ich ab dem Oktober in Suedengland am Aermelkanal den Tropen nachtrauern werde - nein, ich meine ich freue mich sehr darauf in diesem friedlichen Umfeld tolle Physik zu machen!! Die Diss wird was mit "weak lensing" und vergleichen von Kosmologischen Modellen mit den Beobachtungen zu tun haben (fuer die, die was damit anfangen koennen). Zudem werd ich auch am Magnetfelder-Projekt (Diplomarbeitsthema) mit den Genfern weiterarbeiten und in diesem Zusammenhang wahrscheinlich mal fuer einen Monat (und spaeter vielleicht sogar laenger) nach Cape Town fliegen.
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bin bald da!

So, nach einer Irrfahrt der Iberianischen Art bin ich inzwischen mit einem Tag Verspaetung in Caracas angekommen. Das ist folgenderMassen gelaufen: Gestern morgen frueh wollte ich, noch voellig verpennt, so richtig friedlich durch die Passkontrolle rollen, nachdem ich ja am Sonntag Abend schon eingecheckt habe und mir eigentlich nichts mehr passieren konnte. Naja hat man sich so gedacht - Leider musste ich feststellen, dass die Iberia den Flug mal so um 6 Stunden verschoben hatte (wegen fehlender Crew, wie sich herausstellte). Das hiess dann aber auch, dass der Anschlussflug nach Caracas nicht zu erreichen war und nach Merida schon gar nicht. Also beim Iberia-schalter anstehen und warten. Nach ca 1.5h kam ich an die Reihe und wurde umgebucht auf einen Swiss-Fug nach Madrid und einen Air Europa-Flug nach Caracas. Das hiess aber dann dass ich den Flug nach Merida nicht schaffen wuerde!! Doch da konnte mir die Iberia mit der einen Armen Person am Schalter natuelich mit helfen....
 
Tja also flog ich mal nach Madrid, wo ich natuerlich den Anschlussflug mit de Air Europa verpasste!!!! Shit 2'mal durchatmen und zum Glueck ein spanischsprechendes Schweizer Paerchen getroffen - rumgeflucht und mit den Leuten diskutiert, die dann zuerst nicht helfen wollten. Naja - mit dem Bus zum neuen Terminal und mit den Iberia-Leuten diskutieren..... Die konnten uns dann zum Glueck helfen. Haben und einen neuen Flug (heute eben) buchen und dann noch ein Hotel dazu. Es war sogar ein 4stern Hotel!!! Alles inklusive.. uff Glueck gehabt.
 
Na und so bin ich also heute mit der Iberia nach Caracas gekommen und bald bald geht mein Flug nach Merida.... Soviel mal im Moment. Bin froh, dass ich hier bin :-)
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